Anzahl Durchsuchen:0 Autor:Site Editor veröffentlichen Zeit: 2021-04-21 Herkunft:Powered
Ein stationäres CO2-Feuerlöschsystem ist das letzte verfügbare Mittel an Bord von Schiffen, um große Brände in Maschinenräumen oder Abteilräumen zu bekämpfen. Die Anforderung für die CO2-Feuerlöschung besteht darin, innerhalb von 2 Minuten im Maschinenraum und 10 Minuten im Frachtraum 85 % des CO2-Gases im vom Brand betroffenen Raum auszustoßen. Das bedeutet, dass in Notsituationen keine Zeit bleibt, in den Handbüchern nachzuschlagen oder das CO2-System zu verstehen. Es versteht sich von selbst, dass jeder Fehler beim Betrieb des CO2-Systems zu einer verheerenden Situation führen kann.
Im Folgenden sind die häufigsten Fehler aufgeführt, die beim Betrieb des CO2-Systems passieren und die Seeleute niemals machen sollten:
1) Mit dem System nicht vertraut: Der CO2-Raum besteht aus CO2-Flaschenbänken, die für Maschinenraum und Frachträume getrennt sind. Wenn Sie nicht wissen, welche Bank für welchen Bereich zuständig ist, kann es im Notfall zu Verwirrung und Verzögerungen kommen.
2) Falscher Betriebsablauf: Das CO2-System besteht aus vielen Ventilen und Hebeln, die nacheinander betätigt werden müssen. Die Besatzung muss die richtige Reihenfolge zum Betätigen der Ventile kennen, einschließlich der Aktivierung des Alarms, der Betätigung der Pilotflasche und dem Öffnen der richtigen Stelle zum Ablassen von CO2-Gas.
3) Keine Überprüfung der Rohre auf Korrosion: Das CO2-Gas wird über kleine Rohrleitungen in verschiedene Bereiche des Schiffes transportiert. Diese Rohrleitungen müssen auf Korrosion und Beschädigungen überprüft werden, denn wenn im Notfall aufgrund von Leckagen nicht die richtige Gasmenge erreicht wird, kann der Brand nicht unterdrückt werden.
4) Unsachgemäßes Festziehen nach der Wartung: Wenn die Rohrverbindungen, Flaschenverbindungen oder Verbindungen, die die CO2-Flaschen betreiben, nach der Wartung nicht richtig festgezogen werden, funktioniert das CO2-System nicht oder ist bei der Brandbekämpfung nicht wirksam.
5) Keine Dichtheitsprüfung und keine Füllstandsmessung: Die Dichtheitsprüfung des gesamten Systems muss in festgelegten Abständen vom verantwortlichen Schiffsoffizier durchgeführt werden. Jede Feststellung eines Lecks muss sofort behoben werden. Die Füllstandsmessung ist ein weiterer wichtiger Vorgang, der in regelmäßigen Abständen mit einem Füllstandsmessgerät für CO2-Flaschen durchgeführt werden muss. Die Vermeidung dieses Verfahrens führt dazu, dass weniger CO2 in den betroffenen Bereich gelangt, wodurch der Brand nicht unterdrückt wird.
6) Kein Ausblasen von Wasser aus der Leitung: Da das Schiff in unterschiedlichen Temperaturzonen fährt, sammelt sich in den Rohren häufig Kondenswasser an, was zu einer Verstopfung der Leitung und Korrosion führt. Es ist wichtig, die Leitungen in regelmäßigen Abständen durch Ausblasen mit Druckluft zu reinigen.
7) Fehler beim Verschließen des betroffenen Fachs: Das CO2-Gas unterdrückt den Sauerstoff im Fach. Das System kann sehr effektiv arbeiten, wenn das Fach ordnungsgemäß abgedichtet ist. Es ist wichtig, Zeit für die ordnungsgemäße Abdichtung des Fachs zu finden, bevor das CO2-Gas freigesetzt wird, da ein Versäumnis zu einer unzureichenden Brandbekämpfung führt und das System nach der Freisetzung von CO2 nicht gestoppt werden kann, bis es vollständig entladen ist.
8) Andere Besatzungsmitglieder während des Testens/Betriebs des Systems nicht informieren: Es wurden tödliche Vorfälle gemeldet, bei denen Besatzungsmitglieder im Abteil eingeschlossen wurden, während CO2 freigesetzt wurde, was zu Erstickung und Tod führte. Vor dem Testen oder Betreiben der CO2-Anlage müssen alle Besatzungsmitglieder darüber informiert werden und alle aus dem Abteil entfernt werden.